Abnehmen ist eine Frage der Energiebilanz
16. Dezember 2008 von Riedel
Waschbrettbauch und Bikinifigur - wer träumt nicht davon, am Strand und im Schwimmbad eine gute Figur zu machen. Auf zahlreichen Magazin-Covern räkeln sich gut gebaute Models und im Fernsehen bekommen wir täglich athletische Schauspieler präsentiert. Da kommt schon mal ein wenig Neid auf, wenn man diese gestählten Körper sieht. Und zwangsläufig stellt sich die Frage: wie machen die das nur? Nichts essen, FDH oder die neue Brigitte-Diät? Das Geheimnis vom Schlanksein ist viel einfacher.
Runter mit den Pfunden
Abnehmen ist kein Rätsel, das nur Promis kennen, sondern schlichtweg eine simple mathematische Formel. Die Energiemenge, die wir täglich im Ruhezustand verbrauchen, bezeichnet man wissenschaftlich als Grundumsatz. D.h. unser Verdauungssystem, unser Herz, das Gehirn und vor allem unsere Muskulatur verbrauchen Energie. Den Grundumsatz eines Menschen kann man grob mit der so genannten “Harris Benedict” Formel berechnen (siehe Kasten). Um den tatsächlichen Grundumsatz zu bestimmen, müssen eine Vielzahl von Faktoren berücksichtigt werden.
“Harris Benedict”-Formel
Für Männer:
Grundumsatz [kcal/24 h] = 66,47 + 13,7 × Körpergewicht [kg] + 5 × Körpergröße [cm] - 6,8 × Alter [Jahre]
Für Frauen:
Grundumsatz [kcal/24 h] = 655,1 + 9,6 × Körpergewicht [kg] + 1,8 × Körpergröße [cm] - 4,7 × Alter [Jahre]
Zusätzliche Leistungen, wie Sitzen, Gehen, Sport oder geistige Arbeit erhöhen den Grundumsatz. Man spricht vom Arbeitsumsatz. Grundumsatz plus Arbeitsumsatz ergeben den Gesamtumsatz.
Energiebilanz entscheidet über das Gewicht
Nehmen wir mehr Energie in Form von Nahrung auf, als vom Gesamtumsatz her benötigt wird, ergibt sich eine positive Energiebilanz. Bei regelmäßiger Überernährung werden diese überschüssigen Kalorien als Fettdepots im Körper eingelagert. Wir nehmen zu.
Essen wir nur soviel, wie der Körper für seine täglichen Leistungen benötigt, ist die Energiebilanz ausgewogen; wir halten unser Gewicht.
Abnehmen mit negativer Energiebilanz
Um Abzunehmen benötigen wir also eine negative Energiebilanz. Dafür haben wir zwei Möglichkeiten: Entweder steigern wir den täglichen Energieverbrauch des Körpers oder wir reduzieren die Kalorienzufuhr. Im Idealfall kombinieren wir beide Strategien. Erst wenn wir über einen längeren Zeitraum eine negative Energiebilanz erreichen, greift unser Organismus auf seine Energiereserven zurück. Das Ergebnis: Unsere Fettdepots schmelzen.
Also doch hungern?
Jein. Bei extremem Übergewicht kann es aus medizinischer Sicht sinnvoll sein, eine strenge Diät zu halten. Im Zweifel sollten Sie einen Mediziner zu Rate ziehen - ansonsten heißt das Rezept Nahrungsumstellung. Statt zu hungern oder auf Lebensqualität zu verzichten, sollten Sie lieber Ihre Ernährung auf gesunde Lebensmittel umstellen. Dabei ist die Qualität entscheidend, nicht die Quantität.
Foto: YariK auf aboutpixel.de







[...] für Bewegung und eine gesunde Ernährung geschaffen werden. Nur wer weiß wie, kann auch abnehmen. Wunderlich sagt: „Die Leute sind ja nicht absichtlich unbeweglich, falsch- oder überernährt. [...]