Deutsche schauen zuversichtlich auf den Arbeitsmarkt
5. August 2010 von Riedel
Die Wirtschaftskrise scheint überstanden zu sein und die Deutschen schauen wieder optimistisch auf den Arbeitsmarkt. Bei vielen wächst die Zuversicht für die Wirtschaft und vor allem für die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes.
Schon im Vorfeld der Fußball-WM ist die Stimmung der Menschen in Deutschland gestiegen. Im zweiten Quartal 2010 antwortete jeder Vierte auf die Frage, wie sich die allgemein Wirtschaftslage in Deutschland in den nächsten 12 Monaten entwickeln wird: „Mit Zuversicht“ oder „mit großer Zuversicht“.
Somit wuchs der Zuversichtswert um 9 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Im Mai war die Zuversicht noch rund 4 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr, erholte sich im Juni aber wieder. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der monatlich durchgeführten repräsentativen Befragungen zur Allianz Zuversichtsstudie, einem Gemeinschaftsprojekt der Allianz Deutschland AG in Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim.
Zum Quartalsbeginn gab es einige Gründe, warum an der Wirtschaft gezweifelt wurde. „Sorgen um die Finanzlage Griechenlands, die Schwächung des Euros, schwankende Kapitalmärkte und nicht zuletzt das Öl im Golf von Mexiko haben die Zuversicht der Menschen in Deutschland kurz ins Wanken gebracht, doch die Stimmung hat sich rasch wieder stabilisiert“, sagt Prof. Dr. Frank Brettschneider, der die Allianz Zuversichtsstudie wissenschaftlich begleitet.
Auch beim Blick auf die Sicherheit der Arbeitsplätze weist die Zuversichtskurve klar nach oben: Im zweiten Quartal 2009 lag der Wert bei 6 Prozent, im zweiten Quartal 2010 bei 14 Prozent – ein Plus von 8 Prozentpunkten. Insgesamt ist die Zuversicht für Deutschland mit 20 Prozent optimistischen Antworten stabil gegenüber dem Vorjahreszeitraum (-1 Prozentpunkt).
Die Mehrheit der Menschen ist zuversichtlich für die eigene Zukunft
Am deutlichsten ist der Zuversichts-Zuwachs wenn es um die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes geht. Die Zuversicht ist hier um 11 Prozentpunkte gestiegen, von 39 Prozent im zweiten Quartal 2009 auf 50 Prozent im selben Quartal 2010. Damit glaubt jeder Zweite, dass der eigene Job sicher ist.
Auch glauben die Befragten, dass das persönliche Leben besser wird: Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist der Zuversichtswert um 5 Prozentpunkte von 51 auf 56 Prozent gestiegen. „Die positivere Wahrnehmung der Wirtschaftslage lässt auch die persönliche Zuversicht der Menschen wachsen“, sagt Prof. Frank Brettschneider.
Über die Allianz Zuversichtsstudie
Die Allianz Zuversichtsstudie ist eine gemeinschaftlich durchgeführte Untersuchung der Allianz Deutschland AG und der Universität Hohenheim. Sie führt repräsentative monatliche Befragungen mit mindestens je 500–1.000 Interviewpartnern durch, im zweiten Quartal 2010 insgesamt 1.506 Interviews.
Ziel ist es, die Stimmungslage in Deutschland zu erheben. Dazu untersucht die Studie regelmäßig die Zuversicht der Menschen im Lande für die jeweils kommenden zwölf Monate in insgesamt zwölf Lebensbereichen – sechs persönlichen und sechs übergreifenden, gesellschaftlichen Bereichen. Die aktuellen Ergebnisse der Allianz Zuversichtsstudie sowie Trends, die sich daraus ablesen lassen, werden der Öffentlichkeit in der Regel vierteljährlich vorgestellt.
Eine Sonderauswertung der Allianz Zuversichtsstudie mit Ergebnissen zur Zuversicht von Schülern in Deutschland wird im Juli 2010 veröffentlicht. Die Ergebnisse des dritten Quartals 2010 erscheinen im September 2010.
Foto: sublevel auf pixelio.de





