Eindeutige Beweise: Raucher sterben früher
15. Mai 2009 von Riedel
Überraschung! Rauchen schadet der Gesundheit. Zugegeben ist diese Erkenntnis nicht wirklich neu. Aber es gibt neue Beweise, wie schädlich Zigaretten wirklich sind. Und noch nie waren die Belege für die Schädlichkeit des Rauchens so eindeutig.
Neue Langzeitstudie mit klaren Erkenntnissen
Viel Rauchen ist gut gegen Lunge. Obwohl diese Weisheit jedem Raucher klar ist, greifen immer noch Millionen Menschen täglich zum Glimmstengel und atmen bei jedem Zug hunderte Giftstoffe ein. Mit verheerenden Folgen für die Gesundheit. Denn Raucher leben kürzer und haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das hat eine Langzeitstudie in noch nie dagewesener Deutlichkeit aufgedeckt.
Jeder zweite Raucher starb
Bei der zugrunde liegenden Langzeituntersuchung wurden rund 54.000 Männer und Frauen rund 30 Jahre lang genau beobachtet. Im Beobachtungszeitraum starben 45 Prozent der männlichen regelmäßigen Raucher aber nur 18 Prozent der Nichtraucher. Ähnlich deutlich ist die Zahl bei den Frauen. Ein Drittel der Raucherinnen erlebte das Ende der Untersuchung nicht mehr, bei den Nichtraucherinnen waren es nur 13 Prozent. Die untersuchungsergebnisse präsentierten die beteiligten Mediziner auf der Jahrestagung der European Society of Cardiology in Stockholm/Schweden.
Die Studie Begann 1974. Damals waren die Teilnehmer zwischen 35 und 49 Jahren alt. Während der Untersuchung starben rund 13.000 Teilnehmer. Als starker Raucher galt, wer mindestens 20 Zigaretten am Tag konsumierte.
Laut Professor Haakon Meyer von der Universität Oslo zeigen die Ergebnisse, wie schädlich das Rauchen ist und welche Auswirkungen regelmäßiger Nikotinkonsum auf die Sterblichkeit hat.
Jeder Fünfte mit Herzinfarkt
Ähnlich dramatisch sieht der Einfluss von Rauchen auf das Herz-Kreislauf-System aus. Rund 20 Prozent der Raucher erlitten im Untersuchungszeitraum einen Herzinfarkt. Bei den Nichtrauchern waren es 10 Prozent. Ähnlich waren die Zahlen bei den Frauen. 4 Prozent der Nichtraucherinnen erlitten einen Herzinfarkt, bei den Raucherinnen waren es 11 Prozent, also fast dreimal so viele.
Klarer Zusammenhang zwischen Tod und Rauchen
Aufgrund der dramatischen Zahlen verdeutlicht die Studie den engen Zusammenhang zwischen Rauchen und ihre negativen Einflüsse auf unsere Gesundheit über einen längeren Zeitraum. So lautet das Fazit der Wissenschaftler. Bei den mittelalten Männern starben im Untersuchungszeitraum rund zwei Drittel der starken Raucher und die Hälfte der starken Raucherinnen. Bei den Nichtrauchern war die Zahl deutlich geringer. Man kann aufgrund der Studienergebnisse klar erkennen, dass Rauchen sich bei der Lebensdauer negativ bemerkbar macht.
Wer hat nun Lust auf eine Pausenzigarette?
Foto: stixl1967 auf pixelio.de






Zu dumm nur, dass viele Raucher das nicht glauben wollen. Sie argumentieren mit: “Andere, die nicht rauchen, sterben auch an Lungenkrebs etc.”. Irgendwie finde ich solche Aussagen unpassend.