Elfmeter sind eine Gefahr fürs Herz
25. Juni 2010 von Riedel
Bei der Fußball-WM beginnt morgen die K.O.-Runde. Und so manches Spiel wird bestimmt mit dem spannendsten alle Möglichkeiten entschieden: dem Elfmeterschießen. Doch wer ein schwaches Herz hat, sollte den Fernseher bei der Fußball-WM vor dem ersten Elfmeter besser abstellen.
Die Welt ist sich im Fußball-Fieber und viele Fans verfolgen die Spiele ihrer Mannschaft mit ganzem Herzen. Doch je mehr man mit seinem Team mitfiebert, desto mehr ist auch das Herz gefährdet. Gerade beim spannendsten aller Entscheidungen – beim Elfmeterschießen – steigt das Herzinfarktrisiko um das Dreifache an, wie Studien bei der vergangenen Weltmeisterschaft ergeben haben.
Herzinfarkt durch Elfmeter
Ein spannendes Spiel lässt den Puls in die Höhe schnellen. Ein Elfmeterschießen kann dem Herz noch viel mehr zu schaffen machen. Denn durch Freude und Ärger werden mehr Stresshormone ausgeschüttet. Diese Stresshormone können dem Herz schaden. Bei einer entsprechenden Vorschädigung können Herzrhythmusstörungen oder sogar ein Herzinfarkt die Folge sein.
Emotionen vermeiden
Wenn es geht, sollten Herzpatienten, die eine bekannte Herzschwäche haben, sich emotional nicht allzu sehr in ein Spiel hineinsteigern. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, gerade bei einer Fußball-WM. Doch wenn man bei sich selber während einer Partie einen stark erhöhten Puls oder sogar leichte Herzschmerzen feststellt, sollte man besser dem Herzen etwas Gutes tun und beispielsweise den Ton ausmachen. So ist man nicht ganz so Nahme am Spielgeschehen dabei. Es kann auch helfen, zumindest kurz aus dem Zimmer gehen, bis sich das Herz wieder etwas beruhigt hat. Schließlich ist auch eine WM nur ein Turnier, bei dem man seine Gesundheit nicht unnötig riskieren sollte.
Weitere Risikofaktoren fürs Herz vermeiden
Nicht nur die Stresshormone gefährden das Herz. Gerade beim Fußball spielen oft andere Risikofaktoren eine Rolle, die typisch für den Fußball sind. Man trinkt Alkohol, raucht und isst fettige, kalorienreiche Fernsehsnacks. Das belastet das Herz. Studien während der WM 2006 in Deutschland haben ergeben, dass das Herzinfarktrisiko bei einem Spiel und kurz danach um das Dreifache erhöht ist. Und je weiter das Turnier fortgeschritten ist, desto größer ist die Spannung aber natürlich auch das Herz-Risiko. Um das Herz zu schonen, kann man sich überlegen, beim Spiel auf Zigaretten, Alkohol und Chips zu verzichten.
Weitere Vorsichtmaßnahmen
Menschen mit einem schwachen Herz sollten bereits im Vorfeld mit ihrem Arzt absprechen, was sich und seinem Herz zumuten kann oder wann sich besser schont. Es ist wichtig, verordnete Herz-Medikamente regelmäßig zu nehmen. Zudem sollte man bei Anzeichen eines Infarkts (Schweißausbruch, Engegefühl in der Brust, Atemnot, Angst) schnell den Notarzt unter der Rufnummer 112 rufen.
Foto: vivitoart auf pixelio.de






