Frauen haben ein besseres Gedächtnis
28. Oktober 2008 von Riedel
Männer können besser einparken, besser logisch denken und besser rechnen, zumindest wenn man einigen Vorurteilen glauben darf. Doch bei diesem geschlechtsspezifische Denken muss man vorsichtig sein. Denn Außnahmen bestätigen die Regel. Es stimmt aber auf jeden Fall, dass Frauen ein besseres Gedächtnis haben und Männer Informationen schlechter speichern können.
Wer ab und zu „Wetten Dass…?“ schaut, hat bestimmt schon den einen oder anderen Gedächtniskünstler gesehen, der sich unendlich erscheinende Zahlenfolgen gemerkt hat oder die Torschützen des FC Bayern in der richtigen Reihenfolge aufsagen kann. Diese Gedächtnis-Wunder merken sich ihre Fakten nicht wie ein Gedicht oder ein Lied durch ständiges Wiederholen, sondern greifen auf Bilder, Emotionen oder ihre Fantasie zurück. Dadurch haben Frauen einen Vorteil gegenüber Männern. Denn laut Dr. Michaela Buchvaldova, Ärztin und dreifache Frauen-Gedächtnisweltmeisterin in der Apotheken Umschau, haben Frauen mehr Fantasie und können sich bei ihren Gedächtnisleistungen lebhaftere und emotionalere Bilder schaffen.
Was sich für einen Menschen mit normalem Gedächtnis sonderbar anhören mag, ist für Gehirnforscher ein alter Hut. Sie wissen schon länger, dass Emotionen beim Lernen notwendig sind. Mit positiven Emotionen kann das Hirn Informationen besser speichern, negative Emotionen beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit.
Dass Frauen besser abschneiden bei Gedächtnistets ist nicht nur die Meinung von Dr. Buchvaldova. Eine Studie der Universität Stockholm hat das gleiche Ergebnis. Demnach übertrafen 60 Prozent der Frauen das durchschnittliche Ergebnis der Männer.
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