Früherkennung: das zahlt die Krankenkasse
21. April 2009 von Riedel
Wenn man zum Arzt geht, werden zunächst einmal 10 Euro Praxisgebühren fällig. Auch danach kommen für Medikamente, Vorsorgeuntersuchungen oder Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) weitere Kosten auf einen zu. Es gibt aber einige Untersuchungen, die von der Krankenkasse übernommen werden. Hier ein kleiner Überblick.
Wer glaubt gesund zu sein, wurde nur noch nicht richtig untersucht.
Ganz so extrem ist es hoffentlich bei niemandem. Aber tatsächlich tragen wahrscheinlich einige Menschen unentdeckt verschiedene Krankheiten mit sich herum, die – sofern sie rechtzeitig entdeckt werden – harmlos sind. Man muss sie nur rechtzeitig entdecken. Dafür gibt es Vorsorge-Untersuchungen. Dir Kosten für einige davon werden von der Krankenkasse übernommen.
Diabetes
Beispielsweise kann man mit einer kleinen Blutprobe herausfinden, ob der Cholesterin- oder Blutzuckerwert gefährlich erhöht ist. Gerade für Menschen mit Übergewicht ist es ratsam, regelmäßig den Blutzuckerspiegel zu messen, da im Übergewicht eine Gefahr für Diabetes steckt.
Krebsarten
Mit einer Mammographie kann ein Arzt herausfinden, ob das Brustgewebe auffällig verändert ist. So kann Brustkrebs rechtzeitig erkannt werden. Männer können sich kostenlos auf Prostatakrebs untersuchen lassen. Grundsätzlich sollte man sich regelmäßig auf Krebs untersuchen lassen. Die meisten Krebsarten entstehen nicht über Nacht sondern in mehreren Vorstufen. Rechtzeitig erkannt können sie effektiv behandelt werden. Das beste Beispiel hierfür ist der Darmkrebs, auf den man sich ebenfalls kostenlos untersuchen lassen kann.
Hautinspektion
Jedem Versicherungsnehmer steht alle zwei Jahre eine Hautuntersuchung zu. Dabei werden Muttermale und andere Hautunregelmäßigkeiten vom Haut- oder Hausarzt genau untersucht. Hautkrebs kann so rechtzeitig erkannt und behandelt werden.
Grundsätzlich haben viele Menschen Angst vor einer Vorsorgeuntersuchung. Denn das Ergebnis kann genau das ans Tageslicht bringen, was man eigentlich nicht wahr haben will: die schwere Erkrankung. Doch wer sich rechtzeitig – und kostenlos – untersuchen lässt, hat auch eine viel größere Heilungschance.
Foto: Philipp Flury auf pixelio.de






