Herzinfarkt durch schlechte Zähne
23. Januar 2009 von Riedel
Jedes Kind hat wohl spätestens in der Grundschule die Videos von Karius und Baktus gesehen, in denen man über die Wichtigkeit von Zahnhygiene aufgeklärt wird. Regelmäßig die Zähne putzen hilft nicht nur gegen Karies, Parodontose und Mundgeruch, sondern schützt auch vor einem Herzinfarkt.
Die furchtbaren vier: schlechte Gene, Übergewicht, Bluthochdruck und schlechte Zähne
Für die Entstehung eines Herzinfarkts gibt es viele Gründe: schlechte Gene, Bluthochdruck und Übergewicht spielen bei vielen Infarkten eine große Rolle. Das wissen die meisten. Aber auch eine schlechte Zahnhygiene kann einen Herzinfarkt verursachen. Wer seine Zähne nicht regelmäßig putzt, nimmt ein erhöhtes Herzinfarktrisiko auf sich.
Mundbakterien auf dem Weg zum Herz
Dass schlechte Zähne eine Auswirkung auf das Herz haben sollen, hört sich im ersten Moment etwas unglaubwürdig an. Auf den zweiten Blick lässt sich die Verbindung zwischen Zahnhygiene und Herzinfarktrisiko leicht nachvollziehen. Denn in einem ungesäuberten Mundraum tummeln sich rund 700 Sorten verschiedener Bakterien. Bei Zahnfleischbluten, was ebenfalls eine Folge von mangelnder Zahnhygiene sein kann, gelangen diese Erreger in die Blutbahn. Und über die Blutgefäße gelangen die Bakterien schließlich unausweichlich zum Herzen.
Herzinfarkt ohne Anzeichen
Dort schaden die Bakterien dem Herzen und können den lebensgefährlichen Herzinfarkt verursachen. Auch wenn man ansonsten keinen Risikofaktor für einen Herzinfarkt in sich trägt – also weder Übergewicht noch Bluthochdruck oder mehrere Infarkte in der Familie hat – können die Bakterien aus dem Mundraum den Herzinfarkt verursachen. Das macht den Herzinfarkt als Folge der schlechten Zahnhygiene sehr gefährlich, da es keine Hinweise auf ein erhöhtes Herzinfarktrisiko gibt. Das hat eine Studie der Universität Bristol in Großbritannien ergeben, die das Zusammenwirken von Bakterien und Blutzellen untersucht hat.
Mit Tricks zum Herz
Um zum Herzen zu kommen nutzen die Bakterien sogar verschiedene Tricks und Mechanismen. Beispielsweise lassen sie sich auf dem Weg von Blutplättchen einkapseln. So sind sie vor der Zerstörung durch das körpereigene Immunsystem und durch Antibiotika geschützt und können ungestört Schaden am Herzen verursachen. Darum haben Menschen mit schlechten Zähnen und mangelnder Mundhygiene ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko.
Nach dem Essen Zähneputzen schützt also nicht nur vor Karies und Parodontose, sondern kann sogar das Leben retten.
Foto: Astrid Borower auf pixelio.de







[...] sogar lebensgefährlich werden. Denn die bakterielle Belastung kann beispielsweise einen Herzinfarkt verursachen. Besser man putzt sich regelmäßig, und vor allem richtig, die [...]