Neue Volkskrankheit: Chronischer Juckreiz
27. Juli 2009 von Riedel
Fast unbemerkt hat sich eine neue Volkskrankheit in Deutschland breit gemacht. Immer mehr Menschen leiden unter chronischem Juckreiz. Aber wie entsteht der Juckreiz und was kann man dagegen tun.
Wenn sich der Büronachbar die ganze zeit juckt und kratzt, muss das nicht unbedingt an schlechter Körperhygiene liegen. Vielleicht leidet der Kollege unter einer neuen Volkskrankheit: dem chronischen Juckreiz.
Kratzen oder konzentrieren
Für den Betroffenen ist es äußert unangenehm. Denn wen man sich fast immerzu kratzen muss, leidet die Konzentration. Und auf die Mitmenschen macht man ebenfalls einen schlechten Eindruck.
Bei 17 Prozent juckts
Dabei ist man als Betroffener mit dem Problem nicht alleine. Bei einer aktuellen, in Deutschland erstmalig durchgeführten Untersuchung, wurden 11.000 Menschen befragt. 17 Prozent gaben an, regelmäßig unter Juckreiz zu leiden.
Für rund die Hälfte ist der Juckreiz auch ein Grund, einen Arzt aufzusuchen. Doch der weiß oft keinen Rat. Daher ist in Münster das deutschlandweit erste „Interdisziplinäre Kompetenzzentrum Pruritus“ gegründet worden. Pruritus bezeichnet den Juckreiz, der mehr als 6 Wochen anhält. Dort oder auf der Internetseite des Zentrums www.juckreiz-informationen.de können Betroffene Rat und Hilfe finden.
Juckreiz belastet Körper und Seele
Grundsätzlich kann man nicht sagen, wie der chronische Juckreiz entsteht. Neben dem akuten Reiz, der beispielsweise durch Fremdeinwirkung wie Insektenstiche, Parasiten, Pflanzen (Brennnessel) oder eine allergische Reaktion ausgelöst werden kann, gibt es eben noch den chronischen Juckreiz, der mehrere Wochen anhalten kann. Er ist therapeutisch nur schwer in den Griff zu bekommen und ist eine körperliche und seelische Belastung.
Anzeichen für schwere Krankheiten
Zu den Ursachen von chronischem Juckreiz zählen Störungen der Leber, Nieren oder der Schilddrüse, Vitaminmangel oder teilweise auch Anzeichen für bösartige Erkrankungen. Sollte bei Ihnen ein Juckreiz ohne Ursache mehrere Tage anhalten, lohnt sich ein Gang zum Hautarzt oder einem Internisten.
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