Rauchen macht nicht schlank
4. Mai 2010 von Riedel
Einige Raucher wollen nicht aufhören, weil sie Angst davor haben, wieder zuzunehmen. Aber auch durchs Rauchen legt man Gewicht zu. Eine spanische Studie hat ergeben, dass Raucher eher zunehmen als Nichtraucher.
Dass Rauchen schlank macht, ist ein Mythos, an den immer noch viele Menschen glauben. Allerdings völlig zu unrecht, wie eine aktuelle spanische Studie ergeben hat. Laut den iberischen Forschern der Universität Navarra nehmen Raucher mehr zu als Nichtraucher.
Die Wissenschaftler widerlegen damit die Annahme, dass Raucher angeblich schlanker sein sollen. Eher ist das Gegenteil der Fall. So sind die Menschen die dünnsten, die in ihrem Leben nie geraucht haben.
Ursprünglich wollten die Forscher die Verbindung von zwei Faktoren untersuchen, die Hauptverursacher für Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellen: Übergewicht und Rauchen. Dafür beobachteten sie vier Jahre lang mehr als 7.500 Menschen.
Wer wie abnimmt
Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass die Nichtraucher im Untersuchungszeitraum am wenigsten zunahmen. Je mehr Zigaretten ein Teilnehmer täglich rauchte, desto mehr nahmen sie zu, wenn sie mit dem Rauchen aufhärten. Aber auch die Raucher, die ihrem Laster weiter frönten, nahmen mehr zu als Nichtraucher.
Die Forscher bezweifeln aufgrund der Studienergebnisse, dass man durch Rauchen sein Gewicht halten kann. Dass man zunimmt, wenn man mit dem Rauchen aufhört, wollen sie aber nicht in Frage stellen. Nun wollen sie den Zusammenhang zwischen Gewicht und Rauchen weiter untersuchen. Nichtraucher oder Raucher, man sollte dennoch versuchen, nicht zuzunehmen. Übergewicht kann auch der Grund sein für Übergewicht. Und wer nicht aufpasst, der wird vielleicht schneller als gedacht, eine Perücke tragen müssen.
Foto: stixl1967 auf pixelio.de





