Rauchern fallen die Zähne aus
26. Mai 2010 von Riedel
Raucher haben nicht nur schlechten Atem und ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Wer regelmäßig zur Zigarette greift, hat zudem eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit für Zahnausfall als ein Nichtraucher.
Dass Rauchen schädlich ist, muss man niemandem mehr erklären. Unter dem Qualm leiden nicht nur das Herz, die Lunge und die Gefäße. Auch die Zähne werden vom permanenten rauchen geschädigt. Die Bundeszahnärztekammer weist gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) darauf hin, dass Raucher ein doppelt so hohes Risiko für Zahnausfall haben als Nichtraucher.
Dass bei Rauchern die Zähne früher und leichter ausfallen, liegt daran, dass bei ihnen die Wahrscheinlichkeit für Zahnfleischerkrankungen wie Parodontose höher ist. Dadurch lockern sich die Zähne. Im Zigarettenrauch befinden sich Schadstoffe, die zudem den Kieferknochen langsam zerstören. Dass jedes Jahr in Deutschland rund 4.500 Menschen an Mundhöhlen- und Rachenkrebs sterben, sei hier nur einmal am Rande erwähnt.
Hilfe vom Zahnarzt
Um auf die Gefahren des Rauchens hinzuweisen, sollen nun auch Zahnärzte mithelfen. „In Deutschland gehen rund 76 Prozent der Erwachsenen und etwa 66 Prozent der Jugendlichen mindestens einmal im Jahr zum Zahnarzt“, sagte Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. „Dabei hat das zahnärztliche Behandlungsteam regelmäßig die Gelegenheit, Raucher zu einem Rauchstopp zu motivieren und auf diese Weise Erkrankungsrisiken zu reduzieren und zur Verbesserung der Gesundheit beizutragen.“
In Deutschland raucht ungefähr jeder dritte Erwachsene. Bei den jungen Menschen nimmt die Zahl der Raucher im Vergleich zu den letzten Jahren bereits ab.
Foto: Fragenus auf pixelio.de





