16 Prozent sterben an Trägheit
18. August 2009 von Riedel
Die häufigsten Todesursachen sind Krebs, Herzkrankheiten und… Trägheit. Wer das nicht glaubt, sollte amerikanische Forscher fragen. Beim Kongress der American Psychological Association in Toronto in Kanada wiesen sie darauf hin, dass etwas 16 Prozent der Menschen in westlichen Ländern wegen Bewegungsmangel sterben.
Trägheit gehört aus biblischer Sicht zu den sieben Todsünden. Und anscheinend werden Menschen ob ihrer Trägheit auch zur Rechenschaft gezogen. Denn Trägheit und Bewegungsarmut ist laut US-Wissenschaftlern von der University of South Carolina mittlerweile für rund 16 Prozent aller Todesfälle in westlichen Ländern verantwortlich.
Studie mit 41.000 Menschen
Die Forscher analysierten für ihre Erkenntnis die Daten von knapp 41.000 Menschen, die seit 1970 an der entsprechenden Langzeitstudie teilnahmen oder noch immer beteiligt sind.
Dabei stellten sie fest, dass körperlich aktive Menschen eine deutlich höhere Lebenserwartung haben. Moderat Sport treibende Männer leben durchschnittlich sechs Jahre länger als Sportmuffel. Frauen, die sich regelmäßig bewegen haben ein 55 Prozent geringeres Brustkrebs-Risiko.
30 Minuten am Tag
Um den positiven Effekt zu bekommen, reicht es, so die US-Forscher, wenn sich rund 30 Minuten am Tag bewegt. Eine halbe Stunde mäßige Bewegung am Tag könnte so 16 Prozent der Todesfälle vermeiden. Dabei reicht es beispielsweise schon, zur Arbeit zu laufen, statt den Aufzug zu benutzen Treppen zu steigen oder einfach jeden Tag spazierne zu gehen.
Foto: Ole_jensen auf pixelio.de






