Deutsche sind Sportmuffel
13. Februar 2009 von Riedel
Die Deutschen werden immer dicker. Das ist auch kein Wunder. Denn die Zahl der Anti-Sportler nimmt zu. Trotz vieler Aufforderungen und Aktionen von Krankenkassen und Regierung treiben viele Deutsche keinen Sport. Jeder zweite bleibt lieber auf dem Sofa liegen. Das hat verheerende Auswirkungen.
Laut dem Bundesverband der Betriebskrankenkassen treibt jeder zweite Bundesbürger kaum oder gar keinen Sport. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die das Institut TNS healthcare im Auftrag des Verbands durchgeführt hat.
Sofa statt Laufbahn
Obwohl jeder die positiven Auswirkungen von Sport und Bewegung kennen dürfte, scheint für fast die Hälfte aller Deutschen Sport ein Fremdwort zu sein. Anstatt sich zu bewegen, bleiben die Bundesbürger lieber auf dem Sofa liegen. So ist es kein Wunder, dass mehr als die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland übergewichtig sind.
22 Prozent treiben keinen Sport
Im Rahmen der Umfrage wurden 6.013 Menschen über 14 Jahren in Deutschland nach ihren Sportgewohnheiten befragt. Mit einem erschreckenden Ergebnis für die Krankenkassen. Denn mehr als ein Fünftel aller Deutschen (22 Prozent) treibt gar keinen Sport. 10 Prozent trainieren seltener als einmal pro Woche und rund 14 Prozent gaben an, sich einmal pro Woche zu bewegen. Gesamt sind es 46 Prozent, die höchstens einmal pro Woche Sport treiben.
Dagegen gaben rund 41 Prozent der Befragten an, mehrmals pro Woche Sport zu treiben. 13 Prozent trainieren nach eigenen Angaben sogar jeden Tag.
Fahrrad vor Laufen und Schwimmen
Die beliebteste Art sich zu bewegen ist das Fahrrad. Mehr als ein Drittel tritt regelmäßig in die Pedale. Dahinter folgen Joggen (28 Prozent) und Schwimmen (22 Prozent).
Die Welt-Gesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, jeden Tag zumindest 30 Minuten bei mittlerer Belastung aktiv zu sein. Nur so bleibt man fit und schützt sich vor Krankheiten. Fast die Hälfte aller Deutschen tut das nicht. Die Auswirkungen werden in den nächsten Jahren sichtbar werden.






