Etwas mehr Bewegung hilft beim Abnehmen
24. November 2008 von Riedel
Moderne Technik verführt uns dazu, immer bequemer zu werden. Kaum ein Haus ohne Aufzug, keine U-Bahn-Station ohne Rolltreppe. Und ist einmal so eine Treppe kaputt, sind die offensichtlichen Beschwerden nicht zu überhören. Oder schauen Sie sich doch einmal um, wenn sie vor einer Roll- und einer normalen Treppe stehen, wie viele auch junge und fitte Menschen die bequeme Variante bevorzugen. Die Folgen davon sind immer mehr Bewegungsmangel. Wer körperlich fit ist, ist aber meistens auch fitter im Job. Denn körperliche Fitness fördert auch Konzentration am Arbeitsplatz.
Vier Tipps für mehr Bewegung im Alltag
Um gegen diesen Bewegungsmangel anzugehen geben wir Ihnen vier einfache Tipps wie Sie sich durch kleine Verhaltensänderungen im Alltag fit halten oder sogar fit machen können:
1. Treppensteigen.
Ist die Höhe nicht allzu groß, dann gehen Sie doch einmal zu Fuß anstatt Aufzug oder Rolltreppe zu fahren. Eine alte Volksweisheit besagt, dass man pro Treppenstufe, die man steigt, eine Sekunde länger lebt. Diese Aussage lässt sich natürlich nicht beweisen, aber es steht fest, dass Treppensteigen den Kreislauf in Schwung bringt und schnell Verbesserungen in der Kondition mit sich bringt.
Deshalb mein Tipp: Steigen Sie lieber mal eine Treppe zu Fuß. Und wenn Sie in den achten Stock müssen, dann steigen Sie doch mal im siebten Stock aus und gehen Sie den Rest zu Fuß. Ihr Kreislauf wird es Ihnen danken.
2. Rad fahren:
Kleine Strecken etwa zum Briefkasten oder zum Kiosk lassen sich bequem mit dem Rad zurücklegen. Das schont nicht nur Umwelt und Geldbeutel, sondern bringt Kreislauf und Muskulatur in Schwung.
Eine Meta-Studie der Deutschen Sporthochschule in Köln, in der über 7.000 Studien zum Thema Radfahren ausgewertet wurden, hat ergeben, dass bereits rund zehn Minuten radeln am Tag die Gesundheit nachhaltig verbessert. Gelenke und Muskeln werden gestärkt und die Durchblutung wird verbessert. Bei einer halben Stunde am Tag verbessert sich zudem die Herzfunktion deutlich.
Und wenn Sie darauf achten, dass sie beim Fahrradfahren leicht nach vorne gebeugt sitzen, kräftigen Sie zudem Ihre Rückenmuskeln und durch das Treten in die Pedale stabilisieren Sie die Lendenwirbelsäule.
Es lohnt sich also, das Auto auch einmal in der Garage stehen zu lassen und lieber auf zwei Rädern zum Briefkasten zu fahren.
3. Verschaffen Sie sich selbst kleine Bewegungen:
Moderne Errungenschaften verleiten uns dazu, immer bequemer zu werden. Schnurlose Telefone, Handys oder Fernbedienungen machen auch kleine Bewegungen unnötig. Nach einer Studie muss jeder Mensch so am Tag rund 400 Meter weniger zurücklegen, als noch vor rund 20 Jahren. 400 Meter am Tag hört sich nicht allzuviel an. In der Woche wären es bereits 2,8 Kilometer, rund 12 Kilometer im Monat und auf Jahr gesehen läuft man durch die bequeme Technik rund 146 Kilometer weniger.
Überlegen Sie sich, wie Sie sich selber kleine Bewegungen verschaffen können. Liegt die Fernbedienung außerhalb der Armreichweite muss man beim Fernsehen ebenso aufstehen, wie wenn das Handy auf dem Küchentisch liegt. Das ist zwar für den Moment unangenehm, wenn man extra aufstehen muss, um umzuschalten oder ans Telefon ran zu gehen, die kleinen Bewegungen sorgen aber für eine regelmäßige Durchblutung der Muskulatur und regen den Kreislauf an.
4. Nicht still sitzen:
Vor allem wenn Sie viel im Sitzen arbeiten, ist es sehr wichtig, dass Sie nicht stundenlang bewegungslos am Schreibtisch sitzen. Denn bei zu langem Sitzen kann es zu einer Rückbildung der Rückenmuskulatur kommen. Als Folge entstehen Nacken- und Rückenschmerzen, die nur sehr schwer zu beheben sind.
Stehen Sie mindestens einmal pro Stunde auf und strecken Sie sich. Das fördert die Durchblutung und verhindert, dass die Rückenmuskulatur zu steif wird. Stehen Sie doch auch einmal auf, wenn Sie telefonieren oder Ihre E-Mails lesen. Und auch wenn Sie sitzen, verharren Sie nicht in einer Position. Bewegen Sie Sich hin und her, verlagern Sie das Gewicht von einer Seite auf die andere und vergessen Sie ihre Schultern nicht. So können Sie langfristig Rückenschmerzen verhindern
Foto: BirgitH auf pixelio.de






