Jogging ist gesund – auch im Winter
13. Januar 2010 von Riedel
Bei gutem Wetter sieht man Jogger, wohin man blickt. Aber wenn die Temperaturen sinken und es früh dunkel wird, sind die Parks fast ausgestorben. Die Hobby-Jogger machen entweder eine Pause oder verlagern ihr Training auf ein Laufband im Fitness-Studio. Dabei gibt es keinen wirklichen Grund, warum man bei Minustemperaturen nicht joggen gehen sollte.
Wer das ganze Jahr über trainiert und im Winter eine Pause einlegt, fühlt sich oft schlapp und unausgeglichen. Denn der Körper ist an das Training gewohnt; besonders an das Ausdauertraining, bei dem Glückshormone in großer Zahl ausgeschüttet werden.
Die Glückshormone sind aber nicht die einzigen positiven Effekte des Trainings, die im Winter eine Rolle spielen. Bewegung lässt Fettpolster schmelzen, stärkt das Immunsystem und die Atmung und bringt Herz und Kreislauf in Schwung.
Gerade bei niedrigen Temperaturen, sollte man einige Dinge beachten.
Die Atmung:
Atmen Sie bevorzugt durch die Nase. Dadurch wird die Luft vorgeheizt und gelangt nicht zu kalt in die Lunge. Das schont die Bronchien.
Die Sportart:
Da bei Minustemperaturen die Böden gefroren sein können, muss man beim Jogging sehr aufpassen, dass man nicht ausrutscht. Besser als Jogging ist Nordic Walking. Das Tempo ist niedriger, die Gefahr auszurutschen geringer und nebenher trainiert man den Oberkörper.
Das Lauftempo:
Bewegung in der kalten Luft ist nicht für jeden geeignet. Bei Asthma-Patienten kann die Anstrengung in der trockenen Luft einen Anfall auslösen. Darum sollten alle Hobby-Jogger mit Problemen in den Atemwegen regelmäßig ihren Arzt aufsuchen. Untrainierte sollten das Training langsam angehen lassen und sich nur langsam steigern.
Aber auch erfahrene Läufer sollten das Tempo bei großer Kälte lieber etwas drosseln. Denn Laufen bei sehr niedrigen Temperaturen macht der Lunge zu schaffen. Außerdem werden de Muskeln schlechter durchblutet. Darum empfiehlt es sich, vor dem Lauftraining in der Wohnung ein paar Aufwärmübungen zu machen, damit die Muskeln gut durchblutet sind, sobald es in die Kälte hinaus geht.
Die Kleidung
Damit man nicht zu sehr auskühlt, sollte man auf geeignete Kleidung achten. Die Laufbekleidung sollte warm und atmungsaktiv sein. Das hat den Vorteil, dass der Schweiß nach außen transportiert wird, die kalte Luft und die Feuchtigkeit aber nicht zur Haut durchdringen kann. T-Shirts aus Baumwolle beispielsweise saugen sich mit Schweiß voll. Durch die Feuchtigkeit kühlt man schnell aus und die Erkältung ist vorprogrammiert. Am besten kleidet man sich nach dem Zwiebelprinzip, also mehrere Lagen übereinander. Achten Sie außerdem auf rutschfeste Laufschuhe.
Alternativen zum Jogging
Wenn Sie in der kalten Jahreszeit lieber nicht draußen trainieren wollen, gibt es sinnvolle Alternativen. In jedem Fitness-Studio gibt es Laufbänder und Fahrrad-Ergometer, auf denen man Kondition bolzen kann. Auch Schwimmen ist in den Wintermonaten eine gute Option. Man bewegt mehr als 90 Prozent der gesamten Muskulatur und weil die Gelenke nicht belastet werden, können auch Übergewichtige risikolos trainieren gehen.
Foto: Recki54 auf pixelio.de





