Kann man durch Sport ausnüchtern?
25. Februar 2010 von Riedel
Ein altes Sprichwort besagt: Wer feiern kann, kann auch arbeiten. Für Sportler heißt das wohl: Wer feiern kann, kann auch trainieren. Manch einer glaubt sogar, dass Sport dabei hilft, den Körper auszunüchtern. Doch wer mit dickem Kopf zum Training geht, muss vorsichtig sein.
Eine alte Trainingslegende besagt, dass Sport beim Ausnüchtern hilft. Also geht’s so manch Alkoholgeplagter schon vor der Arbeit auf die Laufbahn, um möglichst ohne Kater am Schreibtisch sitzen zu können. Doch wirklich ratsam ist es nicht, mit Restalkohol Sport zu treiben.
Wirkung vom Alkohol
Die Leber baut rund 0,1 Promille Alkohol pro Stunde ab. Dabei spielt es keine Rolle, ob man Sport treibt oder im Bett liegt. Beim Sport kommt der Kreislauf zwar etwas besser in Schwung und man fühlt sich womöglich auch im Kopf etwas fitter, aber die Wahrscheinlichkeit, dass man den Kater durch Bewegung noch verschlimmert, ist groß.
Gründe für den Kater
Schuld daran ist die Tatsache, dass der Körper bei der Energiebereitstellung zunächst auf den Alkohol zurückgreift. Dadurch gelangt das Nervengift auch schneller in den Organismus. Zudem kommt, dass Alkohol den Körper langsam austrocknet. Treibt man Sport und schwitzt man, wird dem ohnehin dehydrierten Körper noch mehr Flüssigkeit entzogen. Der Kater wird schlimmer.
Warum Sport schadet
Weiterhin entstehen beim Alkoholabbau Giftstoffe, die Kopfschmerzen und Schwindel verursachen. Keine gute Voraussetzungen, um Sport zu treiben. Außerdem ist der Stoffwechsel gestört. Auch das ist nicht wirklich förderlich, wenn man Sport treiben will. Wer allerdings trotz Kater Sport treiben möchte, sollte einige Tipps beherzigen:
Auf den Wasserhaushalt achten
Grundsätzlich sollte man als Sportler, wenn man denn schon Alkohol trinken muss, auf den Wasserhaushalt achten“, sagt Sportmediziner Dr. Markus Klingenberg. „Vor allem, wenn man am Tag darauf Sport treiben möchte.“ Alkohol entzieht dem Körper Wasser und Mineralstoffe. Für Sportler kann das problematisch werden, da man beim Training schwitzt und dabei zusätzlich Wasser und Mineralstoffe verliert. Ein ausgetrockneter Körper ist weniger leistungsfähig, zudem nimmt das Konzentrationsvermögen rapide ab. Daher sollte man besser Zweikampfsportarten vermeiden und eher gemäßigten Ausdauersport betreiben. Dr. Klingenberg rät daher: „Auf der Party nach jedem Bier ein Glas Mineralwasser trinken. Das verhindert zumindest eine Dehydrierung.“
Finger weg von Alkopops
Häufige Ursache für den Kater ist billiger Alkohol, der vor allem in Alkopops, billigem Schnaps und Billigwein vorhanden ist. Im Vergleich zu hochwertigen Alkoholika entstehen beim Abbau von Fuselalkohol mehr Giftstoffe, die für eine verminderte Herzleistung, Konzentrationsschwächen und ein gestörtes Gleichgewichtsgefühl sorgen können.
Vorsicht in der Sauna
Vorsichtig sollte man auch nach dem Sport sein, wenn man gerne in die Sauna geht. Da bei einem Kater sowohl der Wasserhaushalt als auch der Kreislauf gestört ist, ist die Hitze in der Sauna nicht gesund. Wer auf den Saunagang nicht verzichten will, sollte wenigstens bei niedriger Hitze saunieren.
Nicht schwindeln
Bei Schwindel sollte man das Training sofort abbrechen. Schließlich muss man seine Gesundheit nicht aufs Spiel setzen, nur weil man einen Trainingsplan einhalten will. Am besten legt man die Feiertage aber so, dass sie das Training nicht zu sehr beeinträchtigen. Als Katerbekämpfung ist Sport in jedem Fall nicht geeignet.







absolut wahr. alkohol und sport passen gar nicht zusammen.