Schadet körperliche Arbeit dem Rücken?
18. März 2010 von Riedel
Jeder hat sie, doch kaum jemand weiß, wie Rückenschmerzen entstehen oder wie man mit ihnen umgehen muss. Ein häufiger Rücken-Irrtum ist, dass körperliche Arbeit dem Rücken schadet.
Rund 80 Prozent der Erwachsenen in Deutschland leidet regelmäßig unter Rückenproblemen. Gerade Menschen, die viel am Schreibtisch und im Sitzen arbeiten, sind häufig betroffen. Doch obwohl so viele Menschen von den Rückenproblemen betroffen sind, herrschen immer noch viele Irrtümer. Wie beispielsweise, dass körperliche Arbeit die Rückenschmerzen auslösen.
Bewegung vs. Nichtstun
Zugegeben, Sport und das Heben schwerer Lasten kann dem Rücken schaden. Aber grundsätzlich hilft man mit körperlicher Arbeit dem Rücken mehr, als dass man dadurch Rückenschmerzen verursacht. Zwar gibt es durchaus Sportarten wie Golf oder Tennis oder Jobs, die nicht gerade rückenschonend sind, aber Bewegung ist immer noch besser als nichts zu tun.
Vorsicht vor einseitigen Bewegungen
Schlecht für den Rücken sind immer einseitige Bewegungen. Wer nur einen Sport ausübt oder bei der Arbeit immer die gleiche Bewegung macht, belastet seine Wirbelsäule einseitig. Das kann zu Fehlhaltungen und zu Verspannungen führen, den häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen. Besonders problematisch sind dabei Sportarten wie Golf, Tennis oder Rudern, die eine große Belastung auf den Rücken ausüben.
Hauptursache für Rückenschmeren
Die Hauptursache für Rückenprobleme ist neben Fehlhaltung und Verspannungen aber eine schwache Rückenmuskulatur, die durch Bewegungsmangel entsteht. Mit Sport und körperlicher Arbeit kann man seine Rumpfmuskulatur stärken und so den Rückenproblemen entgegen wirken. Wer nur am Schreibtisch sitzt und den Abend auf der Couch verbringt, schwächt diese Muskeln und bekommt leichter Rückenschmerzen als jemand, der den Tag über seine Rumpfmuskeln beansprucht.
Vorteile von Sport
Moderater Sport und körperliche Arbeit stärken die Rückenmuskeln und beugen so Problemen vor. Problematisch ist eine Bewegung, die den Rücken immer einseitig belastet. Um muskuläre Dysbalancen zu vermeiden, sollte man immer den Gegenspieler der beanspruchten Muskulatur kräftigen. So bleibt die Wirbelsäule im Gleichgewicht und Verspannungen und Fehlhaltungen können vermieden werden. Die passenden Übungen kann Ihnen ein Orthopäde oder Fitnesstrainer verraten. Triathlon Athleten haben eine sehr gute durchtrainierte Wirbelsäule. Das liest man auch in vielen Triathlon News.
Nur 5 Prozent durch Arbeit
Die Haupt-Rückenkiller bleiben Bewegungsmangel und eine sitzende Tätigkeit. Untersuchungen haben ergeben, dass nur rund 5 Prozent aller Rückenschmerzen durch Sport oder körperliche Arbeit entstehen. Und dazu zählen auch die Probleme, die entstehen, wenn ein unfitter Mensch mit einer schwachen Rückenmuskulatur nach 2 Jahren Nichtstun plötzlich bei einem Umzug stundenlang schwere Kisten tragen muss. Bei solch ungewohnter Belastung braucht man sich über Rückenprobleme natürlich nicht zu wundern.






