Training fürs Gehirn
5. Januar 2009 von Riedel
Sport trainiert nicht nur den Körper. Auch das Hirn profitiert von regelmäßiger Bewegung.
Die Leistung des Gehirns nimmt mit zunehmendem Alter stetig ab. Um die Leistungsfähigkeit des Hirns zu erhalten, trainieren viele ihr Denkorgan, indem sie es regelmäßig fordern, zum Beispiel mit Rätseln oder Gedächtnistraining. Das soll die grauen Zellen in Trab halten, ähnlich wie Sport den Körper in Schwung hält.
Hirnjogging reicht nicht
Bedingt klappt das auch. Aber Hirnjogging reicht nicht aus, um das Hirn auch bis ins hohe Alter hinein fit zu halten. „Neben geistiger Anregung sind auch gute körperliche Voraussetzungen wichtig“, betont Dr. Wolfgang Knauf, Direktor des Zentrums für Internistische und Geriatrische Medizin der Asklepios Paulinen Klinik Wiesbaden und Leiter der Memory Clinic.
Stress schadet dem Denkvermögen
Es gibt einige körperliche Faktoren, die die geistigen Fähigkeiten stark beeinträchtigen. So behindern bei einer Arteriosklerose Kalkablagerungen die Hirndurchblutung und Nervenzellen werden schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Oft sind Gedächtnisstörungen die Folge.
Auch der Blutzuckerspiegel wirkt sich negativ auf die geistige Leistung aus. Ist der Blutzuckerwert zu niedrig kann es zu einer Beeinträchtigung des Denkvermögens und zu Konzentrationsschwächen kommen. Depressionen oder Stress können ebenfalls Konzentrationsfähigkeit, Aufmerksamkeit und das Erinnerungsvermögen negativ beeinflussen.
45 Minuten Bewegung gegen Demenz
Amerikanische Forscher haben bei einer Studie mit 1740 teilnehmenden Senioren herausgefunden, dass bereits dreimal wöchentlich rund 15 Minuten Sport nicht nur den Körper auf Trab halten, sondern auch das Risiko einer Demenzerkrankung senkt. Zu diesem Schluss kommen noch weitere Studien der letzten Jahre, die ermittelt haben, dass Sport sich positiv auf Herz, Kreislauf und Gelenke und zusätzlich auch auf die Hirntätigkeit auswirkt.
Sport bildet neue Nervenzellen
Wenn man bedenkt, dass regelmäßige Bewegung die Durchblutung auch des Gehirns steigert und die Kommunikation zwischen den Nervenzellen fördert, ist das Ergebnis der Studie leicht nachvollziehbar. Neue Erkenntnisse belegen sogar, dass körperliche Arbeit die Bildung neuer Nervenverbindungen anregt. Und je mehr Verbindungen zwischen den Nervenzellen bestehen, desto Leistungsstärker ist das Gedächtnis.
Wer sich also regelmäßig bewegt bleibt nicht nur körperlich fit, sondern kann sich auch die geistige Leistungsstärke bis ins Alter hinein erhalten.
Foto: Multipla auf pixelio.de






