Waldboden oder Asphalt – Wo läuft es sich gesünder?
19. April 2010 von Riedel
Grundsätzlich ist laufen gesund. Aber gerade Anfänger und Übergewichtige können Probleme mit den Gelenken bekommen. Meistens läuft man auf Asphalt oder auf Waldboden. Hier stellt sich die Frage, was für die Gelenke gesünder ist.
Laufen stärkt die Atmung, das Herz-Kreislaufsystem, das Immunsystem und verbessert die Ausdauer. Außerdem kann man beim Joggen Stress abbauen. Weil beim Joggen zudem Glückshormone ausgeschüttet werden, hilft es gegen Depressionen und stärkt die Psyche. Doch man kann auch zu viel machen. Gerade Anfänger neigen dazu, eher zu viel zu trainieren. Das kann die Gelenke unnötig belasten.
Was die Gelenke belastet
Ob Joggen die Gelenke belastet hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen benötigt man passende Laufschuhe mit einer guten Dämpfung. Übergewicht ist immer ein Faktor, der Knöcheln und Knien zu schaffen macht. Eine wichtige Rolle spielt auch der Untergrund. Da Asphalt deutlich härter ist als Waldboden, gehen Anfänger lieber nicht auf Asphalt trainieren.
Belastung für die Gelenke
Knie, Sprunggelenk und die Hüfte müssen bei jedem Schritt den Schwung abbremsen. Wie groß die Belastung für die Gelenke ist, hängt vom Tempo, der Lauftechnik, der Dämpfung in den Schuhen und auch vom Untergrund ab. Auf hartem Untergrund wie Asphalt, Beton oder Teer landet man härter und erhöht die Belastung. Dagegen federt weicher Waldboden die Landung ab. Dadurch verringert sich auch die Gelenkbelastung. Da ist es kein Wunder, dass viele Menschen lieber auf weichem Geläuf joggen gehen.
Warum auf Asphalt laufen
Es macht aber teilweise auch durchaus Sinn, auf hartem Untergrund zu laufen. Denn wenn man Probleme mit den Bändern im Sprunggelenk hat oder eine Verletzung auskurieren muss, ist es besser, nicht durch den Wald zu joggen. Im Gegensatz zum Waldboden ist der Asphalt eben. Die Gefahr auszurutschen oder umzuknicken ist auf Asphalt deutlich geringer. Das minimiert auch das Verletzungsrisiko.
Laufwettbewerbe
Wer sportliche Ambitionen hat und an Laufwettbewerben teilnehmen möchte, sollte ebenfalls hin und wieder auf Asphalt laufen gehen. Bis auf Crossläufe finden wohl alle Wettkämpfe auf hartem Untergrund statt. Daran müssen sich auch die Gelenke gewöhnen. Es wäre schade, wenn man schmerzbedingt einen Marathon abbrechen müsste, nur weil man im Vorfeld nur auf Waldboden trainiert hat.
Vorteile von Waldboden
Für gesunde Gelenke ist Waldboden auf jeden Fall schonender. Er bietet sogar einen weiteren Vorteil. Denn da der Untergrund nicht plan ist, muss der Fuß die kleinen Unebenheiten reflexartig ausgleichen. Das kräftigt die Fuß- und Beinmuskeln und verbessert das Zusammenspiel der Muskeln.
Fazit: Einen optimalen Untergrund fürs Laufen gibt es nicht. Für Anfänger und etwas schwerer Läufer ist Waldboden sicher der bessere Untergrund. Wer allerdings eine Verletzung auskurieren muss oder auf einen Wettkampf hin trainiert, sollte besser auf Asphalt laufen. Im Zweifelsfall hilft dann immer noch der Sportmediziner seines Vertrauens bei der Wahl des richtigen Untergrunds zum Laufen.






