Welcher Sport hilft beim Entspannen
20. Oktober 2009 von Riedel
Gestern haben Sie ja bereits erfahre, dass Sport und Bewegung der Stresskiller Nr. 1 ist. Aber welcher Sport hilft am besten beim Entspannen? Ausdauersport, Mannschaftssport oder doch Yoga?
Entspannung durch Auspowern: Spinning, Kampfsport, Krafttraining
Wer sich richtig auspowern will, ist bei diesen Sportarten richtig. Die Intensität ist so hoch, dass ein mehrstündiges Training kaum zu bewältigen wäre. Der Stoffwechsel wird massiv auf Touren gebracht. Aggressionen werden allein durch den Erschöpfungszustand deutlich reduziert. Wer hart trainiert, zwingt seinen Körper praktisch zur Regeneration. Ein weiterer Vorteil: Gemessen an der Kürze der Einheit, ist der Kalorienumsatz durch den Nachbrenneffekt bei diesen Sportarten sehr hoch. Allerdings sollten zwischen Sport und dem Zu-Bett-gehen mehrere Stunden vergehen, damit der Körper von der Hochleistung wieder „runterfahren“ kann.
Spielerisch entspannen: Mannschaftssportarten
Wer beim Relaxen gern unter Leuten ist, und für wen reiner Ausdauersport zu langweilig ist, ist bei Mannschaftssportarten wie Fußball, Basketball oder Volleyball gut aufgehoben. Wenn es beim Kicken mal wieder hoch und runter geht, hat man keine Zeit, an den Stress bei der Arbeit zu denken.
Zudem sind Mannschaftssportarten mit ihrem Wechselspiel aus Gehen, Traben und Sprinten ein ideales Intervalltraining. Und für die Glückshormone kann jeder selber sorgen: Schließlich macht fast nichts mehr Spaß als ein Tor bzw. einen Korb zu erzielen. Mit den Erfolgserlebnissen bauen sich zugleich Aggressionen ab – vorausgesetzt, man geht nicht in übermotivierter Oliver-Kahn-Manier an die Sache ran.
Rhythmisch entspannen: Ausdauersport
Ausdauersport ist nicht Jedermanns Sache. Vielen fehlt das Ziel, wie etwa ein Ball, dem man hinterher jagen kann. Dabei gilt gerade für Ausdauersportarten, egal ob Laufen, Radfahren, oder Inlineskaten: Der Weg ist das Ziel. Wer seinen Rhythmus gefunden hat, braucht keinen Ziel.
Im Idealfall gelangt man schon nach kurzer Zeit in einen tranceartigen Zustand, die Gedanken schweifen um alle möglichen Dinge. Es soll sogar Leute geben, die in einem solchen Zustand endlich die Zeit finden, über die wirklich wichtigen Fragen des Lebens nachzudenken.
Selbst bei geringer Intensität wird der Stoffwechsel auf Touren gebracht und der Körper von Sauerstoff geradezu durchflutet – sofern man es nicht zu eilig hast. Wer regelmäßig Ausdauersport treibt, senkt außerdem seinen Ruhepuls nachhaltig, was sich auch im stressigen Alltag auszahlen kann.
Abwechslungsreich entspannen: Mountainbiking
Zwar sind Radfahren und Mountainbiking nicht wirklich zwei verschiedene Paar Schuhe, doch einen gravierenden Unterschied gibt es: Ein Mountainbiker muss nicht nur natürliche Hindernisse (Berge, Hügel etc.) überwinden, sondern sich auch mit wechselnden Streckengegebenheiten auseinander setzen. Zudem ist der Rollwiderstand auf Naturwegen mit dem auf Asphalt nicht zu vergleichen.
Mountainbiking ist sozusagen der abwechslungsreichere Bruder des Straßenradfahrens. Die Aufmerksamkeit ist mehr gefordert, was wiederum dazu führt, dass man zwangsläufig auf andere Gedanken kommen muss. Wie bei den genannten Ausdauersportarten, kann sich auch beim Mountainbiking ein Trance ähnlicher Zustand einstellen, Glückshormone inklusive. Beim relaxten Biken ist natürlich wichtig, dass man nicht zu schnell fährt. Ansonsten artet die entspannte Fahrt doch noch in Stress aus.
Meditativ entspannen: Yoga & Co.
Wenn hektische Bewegungen, Ausdauer oder Mannschaftssport nicht Ihr Ding sind, ist Yoga mit seinen statischen Elementen genau das Richtige, um den Arbeitsstress hinter sich zu lassen. Die kontrollierten und langsam ausgeführten Bewegungen mit längerem Halten sind dabei aber nicht weniger anstrengend als ein Kraft-Workout.
Beim Yoga werden einzelne Körperpartien gezielt beansprucht. Dadurch wird die jeweilige Muskelpartie gekräftigt und besser durchblutet. Dabei ist die Muskelanspannung gar nicht einmal der entscheidende Punkt, sondern nur ein Mosaikstein: Mindestens genauso wichtig ist die richtige Atmung. Die Kombination aus beidem schult das eigene Körpergefühl. Doch gerade durch das bewusste Ein- und Ausatmen verflüchtigen sich die trüben Gedanken des Tages. Langfristige Konsequenz: Der Körper wird mit mehr Sauerstoff versorgt und das Konzentrationsvermögen steigt.
Dass Sport stressresistenter macht, ist ja längst bekannt. Und wie man sieht, ist auch für jeden Typ und jede Stimmungslage etwas dabei. Ausreden zählen also nicht mehr!






