Die Grippe-Welle rollt nach Deutschland
28. Januar 2009 von Riedel
Winterzeit ist Grippe-Zeit. Überall wo sich eine größere Menschenmenge aufhält, wird gehustet, geschnupft und genießt. Wer sich da nicht mit einer Erkältung oder einer Grippe ansteckt, hat entweder großes Glück oder ein unzerstörbares Immunsystem. Gegen die Grippe kann man sich impfen. Das wird aber immer schwerer, weil viele Viren gegen bisherige Impfstoffe resistent sind. Doch neue Impfstoffe geben Hoffnung.
Laut Arbeitsgruppe Influenza (AGI) am Robert Koch-Institut rollt eine potentiell gefährliche Grippewelle über Deutschland. Vom Nordwesten her breitet sie sich weiter nach Süden aus. Grippe-Wellen sind jetzt keine Besonderheit. Doch die aktuelle Grippe enthält einen hohen Anteil von bestimmten Erregern (Influenza A/H3N2/Brisbane), die 2007 in Australien eine Grippe-Epidemie ausgelöst haben.
Fast alle Viren sind resistent
In Deutschland tritt ein weiterer Influenza-Stamm gehäuft auf, der Influenza A/H1N1. Beide Stämme weisen seit letztem Jahr Resistenzen gegen eine der beiden Neuramini-dase-Hemmer auf, die zur Behandlung der Grippe verwendet werden. In den USA sind rund 90 Prozent dieser H1N1-Viren gegen den Impfstoff resistent, in Deutschland sind es sogar 97 Prozent. Aufgrund dieser hohen Resistenzen wird deutlich, wie wichtig eine Schutzimpfung ist. Für eine Grippe-Impfung ist es noch nicht zu spät.
Impfung: Besser spät als nie
Da die Behandlung gegen die resistenten Viren-Stämme schwierig ist, kann man mit einer Schutzimpfung verhindern, dass man überhaupt erst angesteckt wird. Den der aktuelle Impfstoff schützt gegen beide momentan grassierenden Influenza A-Stämme H3N2 und H1N1 sowie vor Influenza B. Vor allem sollten sich ältere Menschen, Kinder und Säuglinge ab 6 Monaten impfen lassen. Aber auch potentiell gefährdete Menschen aus Risiko-Gruppen wie Diabetikern, Lungenpatienten oder Patienten mit einem geschwächten Immunsystem sollten sich gegen die Grippe wappnen.
Ansteckung im Büro
An Plätzen, an denen sich viele Menschen aufhalten, steigt auch die Ansteckungsgefahr. Darum sind Menschen, die in einem Großraumbüro arbeiten oder viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, besonders gefährdet. Wer sich rechtzeitig impfen lässt, kann so die Ansteckungsgefahr deutlich verkleinern.
Schnell noch impfen
Allerdings wirkt der Impfschutz nicht sofort. Erst rund zwei Wochen nach der Impfung bildet sich der Immunschutz aus. Es lohnt sich aber noch, sich zu schützen. Denn die Statistiken der letzten Jahre zeigen, dass die meisten Grippefälle im Februar und März registriert wurden. In diesem Jahr steigt die Zahl der Grippefälle bereits im Januar stark an. Eine Impfung ist daher gerade jetzt noch sinnvoll.
Studie beweist: Impfen rettet Leben
Dass eine saisonale Impfung schützt, hat eine niederländische Studie erneut bewiesen. Unsere Nachbarn haben Daten aus den Jahren zwischen 1992 und 2003 ausgewertet und die Influenza-bedingte Sterberate vor und nach der Impfempfehlung für Senioren ab 65 Jahre ausgewertet. Bei einer Impfung ging die Sterberate um rund 20 Prozent zurück. Am stärksten profitierten Senioren zwischen 65 und 69 Jahren von der Impfung. Bei ihnen reduzierte sich die Sterberate sogar um 46 Prozent.







grippeimpfung ist ja schön und gut, ich habe mich einmal gegen grippe impfen lassen,das resultat war,daß ich trotzdem eine schlimme grippe bekommen habe,vorher hatte ich nie probleme, ich werde mich nicht mehr impfen lassen.lg.
Impfen heißt ja leider nicht, dass man immun dagegen wird. Es sinkt ja nur die Wahrscheinlichkeit, dass man sich infiziert. Trotz Impfung kann man leider nicht zu 100% ausschließen, dass man doch krank wird.
Gerade aber Menschen mit einem schwachen Immunsystem, Kinder und Senioren sollten sich aber als Vorsichtsmaßnahme besser impfen lassen.
Gruß