Großraumbüros sind ungesund für Geist und Körper
10. Mai 2010 von Riedel
Wer in einem Großraumbüro arbeitet, wird häufig durch die Kollegen in seiner Konzentration gestört. Das kann dazu führen, dass man leicht gereizt wird. Darunter leidet auch die Gesundheit. Da ist es kein Wunder, dass Großraumbüros krank und unzufrieden machen.
Ob man sich in seinem Job wohl fühlt, ist oft eine Frage des Arbeitsumfeldes. Wer ständig bei der Arbeit gestört wird, fremde Telefongespräche mit anhören muss oder sich vom Tastatur-Geklapper der Kollegen genervt fühlt, kann nicht entspannt arbeiten. Diese Dauerbelastung kann Körper und Psyche krank machen. Da ist es kein Wunder, dass Angelstellte, die in Großraumbüros arbeiten, besonders betroffen sind.
Zu dem Thema Großraumbüros hat das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft in Kooperation mit der Hochschule Luzern eine Umfrage bei 1.200 Beschäftigten aus unterschiedlichsten Berufen durchgeführt. Dabei kamen sie zum einem Ergebnis, das klar für kleine Büros spricht.
Sitzen mehr als 16 Menschen in einem Büro, fühlten sich 80 Prozent durch ihre Kollegen regelmäßig gestört. Besonders klagten sie über Gespräche und Telefonate der Kollegen. Im Vergleich dazu waren in Zweierbüros weniger als 30 Prozent vom Kollegen genervt.
Auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter spricht klar gegen Großraumbüros. 4 von 10 Beschäftigten in Großraumbüros gaben an, mit ihrer „Bürosituation im Allgemeinen“ sehr oder sogar außerordentlich unzufrieden zu sein. Im Gegensatz dazu waren 8 von 10 Beschäftigten in Einzelbüros ziemlich oder sogar sehr zufrieden. Fast die Hälfte war sogar außerordentlich zufrieden.
Großraumbüros sorgen nicht nur für psychische auch für körperliche Probleme. Egal ob die Forscher nach Müdigkeit, Schweregefühl im Kopf, juckenden Augen oder verstopfter Nase fragten, wer in einem Großraumbüro sitzt, schneidet überall schlechter ab und war anfälliger gegen Krankheiten. In der Vergangenheit gab es bereits Studien, die ergeben haben, dass in großen Büros mehr Menschen krankgeschrieben werden.
Foto: Rainer Sturm auf pixelio.de





