Richtig saunieren
9. Januar 2009 von Riedel
Schwitzen ist gesund. Deshalb gehört für viele der Gang in die Sauna nach dem Sport oder einem stressigen Arbeitstag zum festen Ritual. Aber auch ohne Stress oder Sport zählt Saunieren zu den beliebtesten Wohlfühl-Angeboten. Wenn man weiß, wie es geht.
Natürliche Klimaanlage
Ähnlich wie bei einem leichten Fieber, erhöht sich in der Sauna die Körpertemperatur. Um die steigende Temperatur auszugleichen, weiten sich die Blutgefäße in der Haut und der Körper beginnt zu schwitzen. Dabei entsteht Verdunstungskälte auf der Haut; der Körper reguliert so seine Temperatur. Dabei bildet er Abwehrstoffe und das Immunsystem wird gestärkt.
Schutz vor Erkältung
Gerade jetzt, es draußen kalt ist, ist regelmäßiges Saunieren ein idealer Ausgleich auf die kalte Jahreszeit. Der schnelle Übergang von großer Hitze auf große Kälte trainiert den Körper, sich an einen Klimawechsel schneller zu gewöhnen. Die Blutgefäße lernen auf Reize zu reagieren, sich bei Kälte zusammenzuziehen und bei Wärme zu erweitern. Dadurch kann man Erkältungen und grippalen Infekten vorbeugen.
Sauna für Sportler
Sportler haben von der heißen Luft einen besonderen Nutzen. Weil Durchblutung und Stoffwechsel verbessert sind, regeneriert man schneller. Stoffwechselendprodukte, wie beispielsweise das Laktat, werden besser abgebaut. Auch Muskelverspannungen, kleinere Muskelverletzungen oder Muskelkater können durch die verbesserte Durchblutung vermieden werden oder zumindest schneller heilen.
Keine Chance für Bakterien
Regelmäßiges Saunieren bietet noch weitere Vorteile: Die Hitze stärkt unter anderem das Bindegewebe, hilft bei Gelenkproblemen, lindert Hautkrankheiten und tötet Parasiten, Pilze und Bakterien ab. Außerdem weiten sich die Atemwege und Kopfschmerzen werden abgemildert. Hitze ist also gesund. Zumindest solange du weißt, wie man richtig sauniert.
In der Sauna sollte man einige Regeln beachten:
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1. Gehen Sie weder mit leerem Magen noch direkt nach dem Essen in die Sauna
2.Vor der Sauna gründlich abduschen und gut abtrocknen. Das ist nicht nur hygienischer, man schwitzt schneller und der störende Fettfilm auf der Haut wird abgewaschen.
3. Ein warmes Fußbad vor der Sauna fördert das Schwitzen und bereitet den Körper auf die Hitze vor
4. Immer ein Handtuch unterlegen
5. Heiße Luft steigt nach oben. Darum sollten Sauna-Anfänger lieber erst unten sitzen und sich langsam nach oben arbeiten.
6. Der erste Durchgang sollte nicht länger als 8 bis 10 Minuten dauern. Die letzten zwei Minuten aufrecht hinsetzen um Schwindel oder sogar eine Ohnmacht zu verhindern. Die Beine dabei leicht bewegen.
7. Einen Aufguss besser am Ende eines Durchgangs machen.
8. Bei Unwohlsein die Sauna sofort verlassen.
9. Nach der Sauna an der frischen Luft leicht bewegen aber keinen Sport machen.
10. Danach mit kaltem Wasser abkühlen. Bei Bluthochdruck besser nicht ins Tauchbecken gehen.
11. Zwischen den Saunagängen rund zehn Minuten Pause einlegen, hinlegen und gut zudecken. Nach dem letzten Saunagang mindestens 30 Minuten Pause einlegen.
12. Zwei bis drei Durchgänge machen. Die Dauer der einzelnen Runden sollte zunehmen (z.B. 8, 12, 15 Minuten). Zwischen den Durchgängen nicht trinken, sondern erst nach dem letzten Durchgang. Mindestens einen Liter trinken (Fruchtsäfte, Tee, Mineralwasser).
13. Während der Sauna und in den Ruhepausen unbedingt auf Alkohol und Nikotin verzichten.
14. Nach dem Sport warten, bis der Puls unter 100 Schläge/Minute ist. Nach der Sauna kein Sport treiben, damit der Entspannungseffekt nicht verpufft.
15. Regelmäßig mindestens einmal pro Woche in die Sauna.
16. Bei Krankheit oder körperlichen Problemen nicht in die Sauna oder zumindest einen Arzt um Rat fragen.
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