So schlafen die Deutschen
19. Juni 2009 von Riedel
Die Deutschen sind ein Volk von Frühaufstehern und Mittagsschläfern. Das hat eine Umfrage der Allianz AG Deutschland ergeben, für die das Meinungsforschungsinstitut ipsos im Juni bundesweit 500 repräsentativ ausgewählte Personen ab 14 Jahren befragt hat. Doch nicht jeder Bundesbürger schläft gut.
Laut der Studie leidet rund jeder vierte Deutsche unter Schlafstörungen. Grund dafür ist Stress bei der Arbeit und zu viel Grübeln im Bett. Wer im Kopf nicht frei ist, kann auch nicht ruhig schlafen.
Grundsätzlich tendieren die Deutschen dazu, eher früh ins Bett zu gehen. Rund zwei Drittel der Befragten gab an, regelmäßig vor 23 Uhr das Licht aus zu machen. Rund ein Viertel begibt sich sogar vor 22 Uhr zur Ruhe.
Früh rein, früh raus
Wer früh ins Bett geht, kann natürlich auch früh aufstehen. Für rund drei Viertel der Studienteilnehmer beginnt der Tag vor 7 Uhr. Mehr als 40 Prozent steht sogar vor 6 Uhr auf.
Doch nicht jeder Deutsche schläft genug. Besonders Jüngere Menschen, Berufstätige und Eltern gaben an, in der Nacht zu wenig Schlaf zu bekommen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass rund 57 Prozent der Befragten angab, mit relativ wenig Schlaf (5 – 7 Stunden) auszukommen. Das ist schwer vorstellbar. Denn wer weniger als 7 Stunden pro Nacht schläft, riskiert seine Gesundheit. Jeder Dritte braucht hingegen sieben bis neun Stunden Schlaf.
Keine Zeit für Mittagsschlaf
Wer in der Nacht zu wenig schläft, muss das am Tag nachholen. Das tun 31 Prozent der Befragten, indem sie regelmäßig einen Mittagsschlaf halten. 19 Prozent würden das auch gerne tun, doch ihnen fehlt die Zeit dafür.
Wer nicht genug Schlaf bekommt, riskiert seine Gesundheit. Denn zu wenig Schlaf schwächt das Immunsystem und sorgt für Übergewicht. Zudem leidet die Konzentration bei der Arbeit. Doch bei mehr als einem Viertel der Befragten sind Schlafstörungen vorhanden. 27 Prozent der Frauen und 21 Prozent der Männer klagten über regelmäßige Schlafprobleme. Das häufigste Problem ist, in der Nacht mehrmals aufzuwachen, gefolgt von Problemen beim Einschlafen.
Schlechte Stimmung
Zu wenig Schlaf schlägt auch auf die Stimmung. Laut der Umfrage hat ein Drittel aufgrund des Schlafmangels schlechte Laune. Zudem können sich viele nicht gut konzentrieren, fühlen sich gestresst und klagen über Kopfschmerzen. Schuld für die Probleme sind überwiegend Stress, private Sorgen und Gedanken an den Job.
Schlaf gegen Frust im Job
Ein Teufelskreis. Denn wenn im Job nicht alles stimmt, hat man Probleme beim Einschlafen, was wiederum zu Konzentrationsmangel am Arbeitsplatz und schlechter Laune führt. Bei vielen hilft regelmäßiger Sport gegen den Frust am Arbeitsplatz. Zudem hilft eine Tasse warme Milch oder Kräutertee beim Einschlafen. Und wenn es mit dem Schlaf klappt, dann steigt vielleicht auch die Stimmung am Arbeitsplatz.
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