Warum sind wir wetterfühlig
27. August 2009 von Riedel
Das Wetter spielt mal wieder verrückt. Sonne, Regen, Sturm, Hagel und Gewitter wechseln sich ab. Temperaturstürze von 10 bis 15 Grad sind keine Seltenheit. Einige Menschen leiden besonders unter dem ständig wechselnden Wetter. Doch was steckt hinter der Wetterfühligkeit?
Fühlen Sie sich zurzeit müde und ausgelaugt? Haben Sie Probleme, sich am Arbeitsplatz zu konzentrieren? Haben Sie Kreislaufprobleme oder Kopfschmerzen? Möglicherweise ist das Wetter schuld. Denn das Wetter kann unsere Gesundheit beeinflussen.
Warum ist man wetterfühlig
Ändert sich das Wetter, passt sich der Körper an. Zumindest versucht er es. Sonne, Regen oder der Luftdruck, der Organismus orientiert sich an alle Änderungen und reagiert entsprechend darauf. Meistens passiert das unbemerkt. Aber einige Menschen reagieren besonders empfindlich auf Temperaturschwankungen oder Wetteränderungen. Sie sind wetterfühlig – mit den bekannten Problemen. Man wird müde, schläft nicht gut, hat häufig Kopfschmerzen, Migräne oder Schwindel. Außerdem kann die Stimmung gereizt sein.
Je größer die Änderung, desto größer die Probleme
Ob man wetterfühlig ist oder nicht, bemerkt man besonders, wenn sich das Wetter deutlich ändert, was in diesem Sommer ja häufiger der Fall ist. Je drastischer die Wechsel sind, desto schlimmer sind die Auswirkungen. Empfindliche Menschen haben häufig größere Probleme.
Was ist die Hauptursache?
Hauptursache für die Wetterfühligkeit ist der Luftmassenwechsel an sich, also die Großwetterlage. Ändert sich dieser schnell, ist der Organismus überfordert, da er sich nicht schnell genug auf die neuen Bedingungen anpassen kann. Vor allem Menschen mit einem niedrigen Blutdruck können Kreislaufprobleme bekommen.
Andere Probleme
Das Wetter macht aber nicht nur dem Kreislauf zu schaffen, sondern auch den Knochen oder den Gelenken. Davon können Menschen mit Gelenkkrankheiten wie Rheuma ein Lied von singen, die bei Wetterumschwüngen häufig Gelenkschmerzen bekommen. Auch Atembeschwerden können eine Folge sein. Allerdings bekommt nicht jeder diese Probleme. Wetterumschwünge können die Beschwerden nur bei bereits bestehenden Krankheiten verschlimmern. Grundsätzlich verbessert ein Hochdruckgebiet die Gesundheit und die Laune, während ein Tief Probleme für Körper und Seele verursacht.
Am Wetter kann niemand etwas ändern. Es bleibt also die Frage, ob und was man gegen seine Wetterfühligkeit machen kann.
Das wichtigste ist, den Körper abzuhärten und nicht immer Zuhause zu bleiben, wenn draußen weniger als 15 Grad herrschen. Wer jeden Tag rund eine halbe Stunde an der frischen Luft verbringt, egal ob die Sonne scheint, es regnet oder schneit, gewöhnt den Organismus an widrige Umstände. Es reicht, spazieren zu gehen, da dabei der Körper nicht belastet wird. So kann sich der Organismus an verschiedene Bedingungen gewöhnen und lernt, sich schneller an Klimaveränderungen anzupassen.
Sonstige Möglichkeiten
Wechselduschen, Kneipp-Bäder oder Saunabesuche können ebenfalls helfen, den Organismus abzuhärten. Wer beruflich im Stress ist, kann ebenfalls zu Wetterfühligkeit neigen. Dann können entspannende Übungen wie Yoga helfen, den Körper zur Ruhe zu bringen.
Foto: cheelz auf pixelio.de





