Aus der Gerüchteküche: Margarine ist besser als Butter
23. April 2009 von Riedel
Wer viel Fett isst, nimmt zu. Darum verzichten viele Menschen, die abnehmen wollen, auf Butter und schmieren lieber Margarine aufs Brot. Denn Margarine ist gesünder als Butter und enthält deutlich weniger Fett. Zumindest ist das ein weit verbreiteter Irrglaube.
Keine Studie
Es gibt noch keine Studie, die beweißt, dass Margarine wirklich gesünder ist als Butter. Es gibt sogar Studien, die das Gegenteil beweisen. So gibt es Hinweise, dass Margarine-Konsumenten ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko haben.
Margarine schädigt das Herz
Schuld daran sind so genannte Transfettsäuren, die in vielen Margarine-Sorten, aber nicht in Butter enthalten sind. Diese Transfettsäuren stehen im Verdacht, Krankheiten und Schädigungen der wichtigen Blutgefäße im Herz zu verursachen.
Butter ist natürlicher
Das Problem bei Transfettsäuren ist, dass sie in der Natur nicht vorkommen. Sie entstehen, wenn Margarine künstlich gehärtet wird. Zudem wird Margarine meistens mit butterartigen Aromen, Stärkesirup, Kochsalz, Farbstoffen, Konservierungsstoffen und Vitaminen angereichert. Bei der Herstellung von Butter gibt es deutlich strengere Kriterien, die die Erzeuger einhalten müssen. So dürfen nur wenige Zusätze, wie Milchsäurebakterien, Milchsäure, Salz und Beta-Carotin (Provitamin wird zum Färben) verwendet werden. Butter enthält also weniger künstliche Zusatzstoffe.
Nicht mehr Fett
Dass Butter angefeindet wird, liegt am angeblich höheren Fettgehalt. Margarine enthält aber fast ebensoviel Fett. Außerdem gibt es nur leichte Unterschiede in der Zusammensetzung aus gesunden ungesättigten Fettsäuren und ungesunden gesättigten Fettsäuren.
Entscheidender ist nicht, ob man Butter oder Margarine verwendet, sondern wie viel man sich aufs Brot schmiert. Wer eine zentimeterdicke Schicht bevorzugt muss sich nicht wundern, wenn die Waage plötzlich mehr anzeigt.
Foto: BrandtMarke auf pixelio.de






