Kalorien sparen hält geistig fit
15. Juli 2009 von Riedel
Wer abnehmen will, muss sich mehr bewegen und auf seine Ernährung achten. Denn wer weniger Kalorien zu sich nimmt, kann leichter sein Gewicht halten. Weniger Kalorien zu sich zu nehmen hält aber nicht nur den Körper in Form. Auch der Geist bleibt länger fit, wenn man die Kalorienzufuhr reduziert.
Kaloriensparen verlängert das Leben
Es gab bereits Studien, die ergeben haben, dass Kaloriensparen das Leben verlängern kann. Eine Langzeitstudie der Universität von Wisconsin hat nun ergeben, dass eine Reduktion der Kalorienzufuhr auch den Geist länger fit hält. Dafür beobachteten die Wissenschaftler eine Gruppe Rhesusaffen 20 Jahre lang.
Die Studie ergab, dass eine kalorienarme Ernährung nicht nur den Alterungsprozess verlangsamt, sondern auch schwerwiegende Krankheiten wie Krebs, Alters-Diabetes und Herz- Kreislaufprobleme hinauszögern kann. Diese Erkenntnis ist ebenfalls nicht neu. Neu ist, dass bei einer kalorienarmen Ernährung die Hirnregionen, die für Bewegung, Erinnerungsvermögen und logisches Denken zuständig sind, besser erhalten bleiben. Eine kalorienarme Ernährung bedeutet dabei nicht, dass man eine Unterernährung in kauf nehmen muss.
Weniger Krebs, keine Diabetes
Bei der Langzeitstudie profitierten die Rhesus-Affen, deren Gene sehr nahe verwandt sind mit dem menschlichen Erbgut, sehr stark von einer Kalorienreduktion. Im Vergleich zu den Normal-Essern hatten die Diät-Affen, die rund 30 Prozent weniger Kalorien zu sich nahmen, noch nicht einmal halb so viele Tumor- oder Kreislauf-Erkrankungen. Zudem hatten die kalorienarmen Affen keine Fälle von spezifischer Diabetes, die bei dieser Affenart im Alter häufig auftritt.
Leider bleiben auch bei einer kalorienarmen Ernährung nicht alle Gehirnregionen vom altersbedingten Verlust von Nervenzellen verschont.
Bei der Untersuchung waren 76 Rhesusaffen beteiligt, die alle mit der gleichen Nahrung versorgt wurden. Eine Gruppe Affen bekam allerdings ihre Nahrungsmenge zugeteilt, während sich die anderen ihre Nahrungsmenge immer selbst bestimmen durfte. Nach der 20-jährigen Studie lebten von den Diät-Affen noch 80 Prozent, bei der anderen Gruppe waren es noch 50 Prozent.
Da das Erbgut der Affen dem der Menschen ähnelt, kann man davon ausgehen, dass der Effekt durch Kalorienreduktion auch beim Menschen eintritt.
Foto: kaemte auf pixelio.de





