Vorsicht: versteckte Kalorien
17. September 2009 von Riedel
Wer auf sein Gewicht achten will, versucht, möglichst nur gesunde Lebensmittel zu sich zu nehmen. Bei einigen der ach so gesunden Nahrungsmittel ist allerdings Vorsicht geboten. Denn nicht alle Lebensmittel, die als gesund gelten, sind das auch. Viele enthalten versteckte Kalorien.
Wahrscheinlich muss man niemandem mehr erklären, dass Pommes Frites, Chips oder Bauchspeck nicht wirklich gesund sind. Ernährt man sich überwiegend von solchen Lebensmitteln, muss sich nicht wundern, wenn man rasch in die nächste oder gar übernächste Hosengröße hineinwächst.
Um die ungewollte Gewichtszunahme zu verhindern, greift man lieber auf gesunde Lebensmittel zurück. Doch so einfach ist das nicht. Denn nicht alles, was als gesund gilt, ist das auch. Einige Lebensmittel, von denen man es vielleicht nicht gedacht hätte, sind sogar regelrechte Kalorienfallen.
Kalorienfalle Olivenöl
Eine mediterrane Ernährung mit viel Olivenöl soll das Herz schützen. Dafür sorgen die Omega-3-Fettsäuren. Zudem soll das Olivenöl gut für die Figur sein. Soweit die Gerüchte.
In Wirklichkeit hängt viel von der Herstellung des Öls ab. Je nachdem ob es raffiniert oder kalt gepresst ist, kann es sogar gesundheitsschädlich sein. Raffiniertes Öl ist hitzebeständig. Man kann es problemlos zum Braten verwenden. Natives und kalt gepresstes Olivenöl hingegen kann sich bei hohen Temperaturen verändern und sogar gesundheitsschädlich werden. Dieses Öl sollte nur für kalte Speisen wie Salate eingesetzt werden. Sofern man ein hochwertiges Olivenöl verwendet, schützten die Fettsäuren das Herz. Doch kalorienarm ist das Öl nicht. Im Gegenteil. Teilweise enthält es sogar mehr Kalorien als andere Öle. Insofern sollte man es mit dem Olivenöl nicht übertreiben.
Kalorienfalle Müsli
Die gesunde Alternative beim Frühstück heißt Müsli. Haferflocken und Leinsamen sind gesund und weniger kalorienreich als ein Wurstbrot.
Wer das denkt, kann schnell ein Gewichtsproblem bekommen. Haferflocken und Leinsamen sind zwar kalorienarm, aber in der Regel besteht ein Müsli noch aus weit mehr Bestandteilen als nur diesen beiden. Besonders die Trockenfrüchte enthalten einen großen Anteil Zucker. Auch Nüsse sind recht kalorienreich. Im Gegensatz zu einem dick mit Butter und Marmelade bestrichenen Toast ist ein Müsli zwar die bessere Alternative, aber auch hier sollte man zumindest einmal auf die Nährwerttabelle schauen, um zu wissen, wie kalorienreich seine Morgenmahlzeit ist.
Kalorienfalle Fruchtzucker
Die dritte Kalorienfalle heißt Fruchtzucker. Die meisten werden bei dem Begriff wohl denken, dass der Fruchtzucker gesünder ist, als der Industriezucker. Doch das ist ein schwerwiegender Irrtum.
Fruchtzucker hat ebenso viele Kalorien wie raffinierter Zucker. In dieser Hinsicht ist er also ebenso ungesund. Fruchtzucker hat aber noch ein weiteres Problem. Denn er lässt den Insulinspiegel nicht ansteigen. Die Folge: Das Sättigungsgefühl durch einen hohen Insulinspiegel bleibt aus. Dadurch isst man schnell mehr, als man eigentlich müsste. Zudem leiden einige Menschen unter einer Fructose-Intoleranz. Bei diesen Menschen kann der Fruchtzucker Bauchschmerzen, Blähungen oder Verdauungsprobleme verursachen.
Man sollte also nicht immer alles glauben, was die Ernährungsmythen so behaupten.
Foto: wrw auf pixelio.de





