Was ist eigentlich Cholesterin
31. August 2009 von Riedel
Cholesterin – schon wenn man den Namen des Blutfetts erwähnt, tritt bei vielen der Angstschweiß aus allen Poren. Doch so gefährlich, wie man glauben mag, ist das Cholesterin gar nicht. Im Gegenteil. Cholesterin ist lebensnotwendig. Doch was ist Cholesterin überhaupt?
Das Schreckgespenst für Übergewicht
Bei jedem Artikel über Fette und Ernährung stolpert man fast zwangsläufig über den Begriff Cholesterin. Der Name wurde so schon beinahe zum Schreckgespenst für alle Übergewichtigen und Abnehmwilligen. Doch viele wissen nicht, dass der Mensch ohne Cholesterin gar nicht überleben könnte.
Was ist Cholesterin
Cholesterin ist zunächst nichts, wovor man sich fürchten müsste. Vielmehr ist er ein fettähnlicher Naturstoff, ein lebensnotwendiger, polyzyklischer Alkohol, der häufig den Lipiden, also den Fetten zugeordnet wird. Diese Einordnung stimmt nur bedingt und wird momentan wissenschaftlich heiß diskutiert. Ein reiner Fettstoff ist das Cholesterin aber nicht. Der Name stammt aus dem Griechischen und setzt sich aus „chole“ (Galle) und „stereos“ (fest) zusammen. Seinen Namen verdankt das Cholesterin dem Umstand, dass es im 18, Jahrhundert zunächst in Gallensteinen entdeckt wurde.
Welche Funktionen hat das Cholesterin
Cholesterin hat den zweifelhaften Ruf, für viele Erkrankungen verantwortlich zu sein. Doch pauschal kann man das nicht sagen. Cholesterin erfüllt im Organismus mehrere wichtige Funktionen. Ohne Cholesterin könnte der Körper gar nicht leben. Denn der Naturstoff ist ein wichtiger Bestandteil in jeder Zellwand. Ohne Cholesterin wären fast alle menschlichen Zellen instabil. Zudem ist er dafür zuständig, bestimmte Botenstoffe in die Zelle hinein oder heraus zu lassen. Des Weiteren ist Cholesterin eine Vorstufe von verschiedenen Hormonen wie beispielsweise Testosteron oder Cortisol und ist ebenfalls bei der Produktion von Vitamin D unersetzlich.
Cholesterin in Hirn und Hoden
Jeder Mensch hat in seinem Körper rund 140 Gramm Cholesterin. Rund 95 Prozent befindet sich in den Zellen. Rund ein Viertel des Cholesterins befindet sich im Gehirn. Auch in der Nebenniere und in den Eierstöcken, bzw. den Hoden, ist viel Cholesterin konzentriert.
Ernährung wird überbewertet
Cholesterin ist nichts Schlechtes, obwohl viele Menschen gegenteiliger Meinung sind und darum auf fetthaltige Produkte, Eier oder Butter verzichten. Die Ernährung wird sogar sehr überbewertet. Der Körper stellt 90 Prozent des benötigten Cholesterins selber her. Bei jedem Erwachsenen sind das rund 1 bis 2 Gramm. Durch die Nahrung nimmt man nur rund 0,1 bis 0,3 Gramm Cholesterin zu sich. Auch wenn man sehr fettige Lebensmittel verzehrt, kann man den Lebensmittel-Anteil auf maximal 0,5 Gramm erhöhen. Der Körper fährt dann seine eigene Produktion entsprechend herunter. Erst durch eine jahrelange Über-Fett-Ernährung kann man den Cholesterinhaushalt durcheinander bringen. Überschüssiges Cholesterin wird dann über die Leber ausgeschieden.
Es gibt aber zwei unterschiedliche Arten von Cholesterin, LDL und HDL, die ich Ihnen morgen und übermorgen vorstellen möchte.
Foto: BrandtMarke auf Pixelio.de







Danke für den interessanten Beitrag, finde das Thema Gesundheit als ganzes schon sehr wichtig. Die gesunde Ernährung ist nicht nur für den Körper wichtig, sondern auch auch für die Haut. Wenn man Probleme mit dem Gewicht hat, dann kommen bestimmt die Probleme mit dem Haut.Sie sollen damit sehr aufpassen.Danke.
Gruß Margarette