Was sind eigentlich freie Radikale?
26. November 2009 von Riedel
Wenn man etwas auf die Ernährung achtet, stößt man früher oder später auf den Begriff „freie Radikale“. Bestimmte Lebensmittel sollen vor diesen freien Radikalen schützen. Aber wissen Sie, was freie Radikale sind und warum sie gesundheitsschädlich sein sollen?
Um eins vorweg zu nehmen: freie Radikale sind keine neue politische Koalition aus freien Wählern und NPD. Sie sind auch keine in Freiheit lebenden Terroristen. Freie Radikale sind vielmehr kurzlebige, aggressive Sauerstoff-Verbindungen, die angeblich Krebs verursachen.
Wie entstehen freie Radikale
Die freien Radikale können entweder durch intensive Sonneneinstrahlung oder bei komplexen Stoffwechselvorgängen entstehen. Dabei kann auch Sport eine Rolle spielen und die Entstehung der freien Radikalen begünstigen. Denn der Stoffwechsel wird durch Bewegung angeregt, was auch die Bildung von freien Radikalen verstärkt.
Was sind freie Radikale
Im Gegensatz zu normalen Sauerstoff-Molekülen sind freie Radikale sehr reaktionsfreudig. Sie enthalten nur ein Elektron und versuchen nun, bei anderen Molekülen sich das fehlende Elektron zu stehlen. Freie Radikale entreißen anderen Molekülen ein Elektron und schädigen diese. Diese Moleküle werden nun ihrerseits zu freien Radikalen auf der Suche nach Elektronen. Wie bei einer Kettenreaktion aus der es keinen Ausweg gibt.
Warum sind freie Radikale gefährlich
Auf der Suche nach Elektronen stören die freien Radikale wichtige Stoffwechselprozesse. Sie schädigen wichtige Proteine oder greifen Zellwände oder sogar die Erbsubstanz (DNS) an. Dadurch kann es zu Schäden an verschiedenen Körperzellen kommen.
Was sind die Folgen?
Schlimm kann es werden, wenn die freien Radikale Zellen schädigen, die für das Immunsystem wichtig sind. Dann wird die gesamte Körperabwehr geschwächt. Der Organismus wird ein leichtes Ziel für Angriffe von außen. Zudem kann er sich nicht mehr effektiv gegen die Entstehung von Tumoren, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder rheumatischen Erkrankungen wehren. Man muss also einen Weg finden, die freien Radikale zu bändigen.
Was hilft gegen freie Radikale
Der Organismus schaut natürlich nicht nur zu, wie die freien Radikale die Zellen zerstören. Entsprechend hat er verschiedene Abwehrmechanismen gebildet, mit denen er die freien Radikale in den Griff bekommen will. Eine wichtige Rolle spielen dabei die so genannten Antioxidantien. Diese Antioxidantien sollen eine Reaktion mit Sauerstoff, also eine Oxidation, unterdrücken und so die freien Radikale „entschärfen“. Diese Antioxidantien bezeichnet man daher häufig auch als „Radikalfänger“. Zu den Antioxidantien zählen u.a. besonders das ß-Karotin und die Vitamine C und E, sowie bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe. Der Körper kann die Antioxidantien nicht selber herstellen. Daher muss man sie mit der Nahrung zu sich nehmen, um sich gegen die freien Radikale zu schützen.
Wie Antioxidantien genau funktionieren, erfahren Sie hier morgen.






