Weniger Alkohol in Deutschland
22. Januar 2009 von Riedel
Die Deutschen trinken weniger Alkohol. Das gibt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) bekannt. Laut DHS sank der Konsum reinen Alkohols pro Einwohner um 2,2 Prozent auf 10,1 Liter. Das ist aber noch lange kein Grund zur Entwarnung.
Korn, Bier, Schnaps und Wein
In Deutschland wird immer noch sehr viel Alkohol getrunken. Kein Fest findet statt, ohne dass Bier, Wein, Sekt oder Schnaps ausgeschenkt wird. Den Krankenkassen ist das schon lange ein Dorn im Auge. Doch zumindest für die Versicherer gibt es gute Nachrichten. Denn der Alkoholkonsum pro Kopf ist in den letzten 10 Jahren um mehr als 10 Prozent gesunken.
Zwei Liter Alkohol weniger - pro Person
Laut dem in Berlin vorgestellten „Jahrbuch Sucht 2009“ der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) konsumierten die Bundesbürger 1990 noch rund 12,1 Liter reinen Alkohols pro Jahr. 2007 waren es noch 10,1 Liter. Im Jahrbuch fasst die DHS viele verschiedene Statistiken und Untersuchungen verschiedener Alters- und Bevölkerungsgruppen zusammen.
Weniger Alkopops
Komasaufen, Flatrate saufen und jugendliche Alkoholleichen – die schockierende Liste von Berichterstattungen über den Alkoholkonsum von Jugendlichen ist lang. Laut DHS sieht die Lage aber gar nicht so dramatisch aus. Zumindest die Zahl der Jugendlichen, die regelmäßig Alkopos konsumieren sank von 2003 mit 64,3 Prozent auf 45,3 Prozent im Jahr 2007.
Mehr Geld für weniger Alkohol
Allerdings gibt die DHS trotz der sinkenden Zahlen keine Entwarnung. Denn obwohl der Pro-Kopf-Konsum abnimmt, steigt die Summe, die in Deutschland für Alkoholika ausgegeben wird. 2006 waren es noch 510 Millionen, 2007 bereits 557 Millionen Euro. Im Vergleich zum Jahr 2000, als noch 597 Millionen für Alkoholika ausgegeben wurden, ist dennoch ein klarer Rückschritt zu verzeichnen.
Werbung ist schuld
Die DHS sieht einen guten Grund, warum die Deutschen immer noch so viel Alkohol trinken. Laut DHS gibt es einen „robusten empirischen Zusammenhang zwischen dem Kontakt mit Werbung und dem Konsum“ von Tabak und Alkohol bei Kindern und Jugendlichen. Die DHS fällt dieses Urteil aufgrund mehrerer wissenschaftlichen Untersuchungen.
Foto: kaschnei auf pixelio.de






